Die Gegenwart

Es vergang sehr viel Zeit, bis der heutige elektronische Taschenrechner gebaut wurde. Eigentlich war dies auch der erste richtige Durchbruch in der Geschichte des Computers. Das erste Modell, welches heute einen Wert von über 1000 US$ hat, war der Pocketronic von Canon und kam 1970 auf den Markt. Es verfügte über eine Linse und das Ergebnis wurde auf einem Papierstreifen gedruckt. Diese Methode gibt es bis heute noch mit den bekannten Kassenrollen. Billig war das Modell allerdings nicht: Stolze 2000 DM musste man damals berappen. Kopfrechnen war da billiger ...

Weitaus teurer war der Compucorp 324, welcher mit 3000 DM zwar erheblich teurer war, als der Pocketronic, allerdings auch mehr Features aufweisen konnte. So hatte das Display mehr als 8 Stellen und es gab mehr Rechenarten. Allerdings gab es wenig Programmiermöglichkeiten. Das Modell, welches aus Kalifornien (USA) kam, hatte allerdings einen Vorteil: Man konnte den Speicherinhalt auf ein externes Medium, zum Beispiel einem Kassettenrekorder, sichern.

Es dauerte eine lange Zeit, bis die Taschenrechner kleiner, billiger und mit mehr Leistung gefüttert wurden. Erst gegen Mitte/Ende der 80er Jahre waren Taschenrechner so weit entwickelt, dass sie auch für énormale' Verbraucher erschwinglich waren. Wer erinnert sich nicht an den Trend der Armbanduhren mit Taschenrechnern? Und wer erinnert sich nicht an das Jahr 1986, als die Gruppe Kraftwerk auf ihrer LP Computerliebe den Taschenrechner mit "Ich bin der Musikant mitm Taschenrechner in der Hand" besangen?

Die Entwicklung des Taschenrechners in den letzten 30 Jahren so weit fortgeschritten, dass die Rechenleistung heute von einem Miniprozessor absolviert wird. In einem Betriebssystem auf dem Computer nimmt der integrierte Taschenrechner nur einen Bruchteil an Speicherplatz weg. Und welches Handy ist heutzutage noch ohne Taschenrechner? Der Aha-Effekt ist schon lange verstummt und doch geht heute nichts mehr ohne Rechenautomaten.